Solidität, Stabilität und Förderung in der Corona-Zeit

Köln/Bonn/Rhein-Sieg-Kreis, 25. März 2021:


Für das Jahr 2020 zieht die Volksbank Köln Bonn eG erneut eine positive Bilanz. Die regionale Genossenschaftsbank befindet sich trotz schwieriger Rahmenbedingungen auf Erfolgskurs. Die Bilanzsumme beträgt 5,5 Milliarden Euro und das betreute Kundenvolumen erreicht 11,8 Milliarden Euro. Der Vorstand hebt insbesondere den Genossenschaftsauftrag der Bank hervor: Förderung der Mitglieder, der Region sowie der Bildung und Kultur.


Bilanzergebnisse 2020:
Insgesamt wuchs das Kreditvolumen um 241 Millionen Euro oder 7,1 Prozent. Somit wurde der positive Trend der Vorjahre erfolgreich fortgesetzt. Aktuell betreut die Bank insgesamt einen Bestand von 3,6 Milliarden Euro (2019: 3,4 Mrd. Euro). Die Privatkund*innen nutzten nach wie vor die niedrigen Zinsen, um sich den Wunsch einer eigenen Immobilie zu erfüllen. Das Kreditvolumen der Privatkund*innen wuchs um 5,9 Prozent. Im Firmenkundengeschäft stieg das Volumen um 7,6 Prozent bzw. 117 Millionen Euro. Auf der Passivseite der Bankbilanz wuchsen die Sichteinlagen mit 10,4 Prozent besonders stark, insbesondere durch eine hohe Sparquote von 16%. Die Sichteinlagen beliefen sich per 31.12.2020 auf 3,8 Milliarden Euro. Sie stiegen, obwohl die Beratung der Volksbank Köln Bonn dazu rät,
mittel- und langfristige Vermögensstrukturen aufzubauen, um einen Vermögenszuwachs
zu erwirtschaften. Insgesamt stiegen die Kunden-Passiva um 8 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro.


2020 war ein ungewöhnliches und turbulentes Börsenjahr. Im Februar lag der Dax auf Rekordhoch. Der März zeigte einen immensen Einbruch um mehr als 30 Prozent, was der Ausbreitung des Coronavirus geschuldet war. Bis zum Jahresende erholte sich der Aktienindex überraschend schnell und übertraf sogar die Werte des Februars. Der DAX schloss am Jahresende mit 13.718 Punkten, was ein Plus von 3,5 Prozent zum Vorjahr bedeutet. Mit Blick auf die Volksbank Köln Bonn sehen wir eine Steigerung der Wertpapierbestände unserer Kund*innen um 7,8%. Einschließlich der Anlagen und Kredite bei Verbundpartnern (z.B. Union Investment, Bausparkasse Schwäbisch Hall und R+V) betreut die Volksbank Köln Bonn per 31.12.2020 insgesamt ein Kundenvolumen von 11,8 Milliarden Euro gegenüber 11,1 Milliarden Euro zum Vorjahr, was einem Plus von 6,6 Prozent entspricht.

Trotz des guten Kreditwachstums ging der Zinsüberschuss auf 76,6 Millionen Euro zurück.
Das ist zum einen der anhaltenden Minuszins-Politik der Europäischen Zentralbank zuzuschreiben. Zum anderen ist das insbesondere auf die fehlende Dividendenzahlung
der DZ Bank zurückzuführen, die damit der Anforderung der Europäischen Bankenaufsicht gerecht wurde.


Das Provisionsergebnis lag um 1,7 Millionen Euro oder 4,1 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Der Provisionsüberschuss betrug 43,5 Millionen Euro gegenüber
41,8 Millionen Euro in 2019. Hauptgrund ist die positive Entwicklung des Wertpapiergeschäftes als Folge unserer aktiven Beratungsstrategie.
Die Verwaltungsaufwendungen betrugen 87,3 Millionen Euro gegenüber 91,8 Millionen Euro im Vorjahr. Gründe sind in erster Linie ein konsequenter Sparkurs und Corona-bedingte Entlastungen.


Das Bewertungsergebnis lag im Rahmen unserer Planungen von 5,5 Millionen Euro.
Zunächst befürchtete deutlich erhöhte Kreditausfälle aufgrund der Belastung durch die
Corona-Schutzmaßnahmen, waren noch nicht zu verzeichnen. Nach Dotierung der Reserven und unter Berücksichtigung des Bewertungsergebnisses sowie des Steueraufwandes betrug der Jahresüberschuss 9 Millionen Euro. Dieses stabile Ergebnis entspricht dem Vorjahreswert. Die Bilanzsumme Ende 2020 belief sich auf 5,5 Milliarden Euro gegenüber 5,1 Milliarden Euro im Vorjahr und erhöhte sich damit um 7,8 Prozent. Die Gesamteigenmittel der Bank betrugen 539,3 Millionen Euro gegenüber 537 Millionen Euro per 31.12.2019. Die Gesamtkapitalquote lag bei 18,73 Prozent. Damit liegt die Volksbank Köln Bonn deutlich über den aufsichtsrechtlichen Anforderungen und gehört zu den kapitalstarken Banken in Deutschland. Die Volksbank legt großen Wert auf die dauerhafte Solidität des Unternehmens. Deshalb bleibt der Ausbau der Eigenkapitalbasis ein dauerhaftes Ziel. Damit trägt das Institut der Tatsache Rechnung, dass nur Banken mit solider Substanz die steigenden Anforderungen an die Branche erfüllen können. Gleichzeitig ist ein starkes Eigenkapital Voraussetzung dafür, den Kreditbedarf privater und gewerblicher Kund*innen langfristig bedienen zu können.


Die Personalstruktur der Volksbank Köln Bonn bleibt stabil. Die Anzahl der Mitarbeitenden ist zum Vorjahr fast gleichgeblieben. Am 31.12.2020 wurden 788 Mitarbeitende beschäftigt was eine Reduzierung gegenüber dem Vorjahr von nur 4 Personen ausmacht. 2020 bildete die Bank insgesamt 55 junge Menschen aus. Die Volksbank nutzt die normale Fluktuation und die Möglichkeit der Altersteilzeit, um den Personalbestand sukzessive zu reduzieren.

Die Zahl der Kundinnen und Kunden betrug zum Jahresultimo 201.733. Davon waren zum Jahresende 111.998 auch Mitglied der Genossenschaftsbank. Damit sind 55,5 Prozent der Kund*innen auch gleichzeitig Miteigentümer*innen der Bank.


Soziales und Gesellschaftliches 2020:

Massive Unterstützung der regionalen Kultur
Über die Stiftung „miteinander füreinander“ hat die Bank 2020 eine Spendenaktion für die regionale Kultur ausgeschrieben. Unterstützt wurden Institutionen und Vereine im Bereich der Kultur, Kunst, Literatur und Musik aus dem Geschäftsgebiet. Neben Kund*innen und Mitgliedern wurden auch Institutionen berücksichtigt, die nicht Kund*innen der Bank sind. Insgesamt unterstützte die Bank die regionale Kulturszene mit 230.000 Euro. „Mit unserer Stiftung „miteinander-füreinander“ unterstützen wir unverschuldet in Not geratene Mitglieder, aber auch gemeinnützige soziale und kulturelle Initiativen. Ziel ist es, aktive Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Das heißt, wir helfen immer dort, wo ehrenamtliches Engagement vorhanden ist, aber finanzielle Mittel fehlen.“, so Jürgen Pütz, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Köln Bonn.


Regionales Engagement und Mitgliederförderung

Neben der Förderung im eigenen Namen nutzt die Volksbank ihre Stiftung „miteinander-füreinander“, um aktiv „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu leisten.
Mit „all zesamme“ bietet die Bank zusätzlich eine Crowdfunding-Plattform, um regionalen Initiativen eine Möglichkeit zu geben, Spenden für gemeinnützige Zwecke zu sammeln.
Die Volksbank Köln Bonn engagiert sich für Köln, Bonn, den Rhein-Sieg-Kreis und die Menschen in der Region. 2020 förderte das Kreditinstitut gesellschaftliche und gemeinnützige Projekte mit mehr als 850.000 Euro gegenüber 783.000 Euro im Vorjahr, was einer Steigerung von 67.000 Euro entspricht. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 2 Prozent vor, um für das Jahr 2021 finanziellen Spielraum zu haben, Mitglieder und Kund*innen im Rahmen der Corona-Krise zu unterstützen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Minuszinsen stellt das eine attraktive Rendite dar. Seit Jahren fließen 0,1 Prozent der Dividende jedes Mitglieds in die bankeigene Stiftung „miteinander füreinander“. So zeigt sich der genossenschaftliche Gedanke der Regionalbank noch einmal ganz deutlich.


Start-up Beratungen
Die Start-up-Szene in Köln ist lebendig, jung und agiert schnell. Um Existenzgründer
zukünftig noch besser beraten zu können, hat die Volksbank Köln Bonn ein spezialisiertes Team gegründet. Die Bank setzt auf maßgeschneiderte Beratung, enge Begleitung von Mensch zu Mensch und bietet gründerfreundliche Produkte. Die Volksbank Köln Bonn ist u.a. Partner des Kölner xdeck, einem „Start-up-Accelerator von Gründern für Gründer“.

Gemeinsam mit Partnerunternehmen bietet das xdeck Start-ups individuelle Unterstützung
und ein hochkarätiges Netzwerk. Dabei setzt der Accelerator auf den Austausch mit Unternehmen, die Wissen, Ressourcen sowie Kontakte mit Start-ups teilen und sie nachhaltig
in der Entwicklung unterstützen. Jürgen Neutgens, Vorstandsmitglied der Volksbank Köln Bonn, liegt dieses Engagement sehr am Herzen. „Es zählt zu unserem genossenschaftlichen Auftrag, die Wirtschaftsregion Köln/Bonn zu stärken, und es ist großartig zu sehen, wie junge Unternehmen mit einem klaren Ziel starten, wachsen und langfristig erfolgreich sind.
Dazu wollen wir mit unserem Wissen und Beratung auf Augenhöhe beitragen. Wir freuen uns, Partner von xdeck zu sein, dessen Netzwerk-System unserem genossenschaftlichen Gedanken entspricht.“


Förderung junger Kund*innen
Die Förderung unserer jungen Kund*innen ist uns sehr wichtig. Das spiegelt sich in einer Vielzahl von Marketingaktivitäten und Produktangeboten wider. 2020 hat die Volksbank Köln Bonn jeweils ein digitales Lernprogramm für Lehrkräfte und Eltern entwickelt und kostenlos im Geschäftsgebiet zur Verfügung gestellt. Damit möchte die Bank Schulen und Eltern nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe bei der fortschreitenden Digitalisierung unterstützen.
Die Lerninhalte sind breit gefächert und sind individuell auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten. Die Digitalen Führerscheine sind auch 2021 verfügbar. Lizenzen können über die Webseite der Volksbank Köln Bonn beantragt werden. Die Volksbank Köln Bonn begleitet derzeit vier Schülergenossenschaften in der Region. Schüler*innen erhalten durch die Bank als Paten Unterstützung in der Gründung sowie der späteren Umsetzung ihrer Genossenschaftsidee. Die Schwerpunkte liegen aktuell auf der Herstellung von Schulkleidung, gesunder Pausenversorgung sowie der Erstellung von Starterpaketen für Schulmaterialien. „Diese Unterstützung ist ein langfristiges, nachhaltiges und einzigartiges Konzept, mit dem wir jungen Menschen die Genossenschaftsidee vermitteln.“, unterstreicht Jürgen Pütz, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Köln Bonn, dieses Engagement.


Corona-Pandemie
2020 war stark von der Corona-Pandemie geprägt. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst. Im Sinne des genossenschaftlichen Förderauftrags unterstützen wir Privat-, Firmenkund*innen und insbesondere unsere Mitglieder dabei, den Auswirkungen der Krise zu begegnen. Das Institut sieht sich einem hohen Beratungsbedarf der Kund*innen und Mitglieder gegenüber. Das Kunden-Dialog-Center bearbeitete im vergangenen Jahr fast 400.000 Anfragen. Einen Schwerpunkt in der Kundenbetreuung nimmt die Beratung von Anlegern an den Kapitalmärkten ein. Die Kund*innen reagierten in der Phase der Rückschläge am Kapitalmarkt sehr besonnen, daher waren keine panischen Wertpapierverkäufe zu verzeichnen.

Die Volksbank hat als Sofortmaßnahme beschlossen, den Kund*innen mit Stundungen und Tilgungsaussetzungen bei laufenden Krediten zu helfen. In 2020 belief sich die Anzahl der Stundungen auf ca. 500 mit einem Wert von ca. 7,8 Millionen Euro. In ca. 900 Beratungsterminen wurden Hilfskredite in Höhe von rund 60 Millionen Euro zugesagt.
Einer großen Verantwortung sieht sich die Volksbank insbesondere den 788 Mitarbeitenden gegenüber. Es wurden 354 mobile Arbeitsplätze eingerichtet. Ein regelmäßig tagender Krisenstab informiert das gesamte Bank-Team über die aktuellen Regelungen und steht
für individuelle Fragen der Mitarbeitenden zur Verfügung. Es wurden insgesamt
50.000 Mund-Nasen-Masken von der Bank kostenfrei ausgegeben sowie eine erste Anzahl
von 4.000 Selbsttests. Selbstverständlich wurden alle Arbeitsplätze mit den notwendigen baulichen Veränderungen versehen (Arbeitsplätze mit Abstand, Plexiglasscheiben, Trennung von Ein- und Ausgängen etc.). Zwecks Kinderbetreuung gewährte die Bank zusätzlichen Urlaub für Eltern. Die Volksbank ist mit ihrer wirtschaftlichen Stärke solide aufgestellt und blickt positiv in die Zukunft, wenngleich das Geschäftsjahr 2021 aufgrund der zu erwartenden Folgen der Corona-Krise noch einmal herausfordernd wird.


„Der positive Start ins Geschäftsjahr 2021 stimmt zuversichtlich hinsichtlich des weiteren Wachstums im Kredit- und Einlagegeschäft und einem erneut stabilen Ergebnis. Das genossenschaftliche Prinzip zahlt sich aus.“, so Jürgen Pütz, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Köln Bonn.