Volksbank Köln Bonn befindet sich weiter auf Wachstumskurs

Köln/Bonn, 27.08.2020:

In der ersten Jahreshälfte 2020 wuchs das
Kreditvolumen der Privat- und Firmenkunden um 2,6 % Prozent oder 90,4
Millionen Euro auf 3,618 Milliarden Euro. Auf der Einlagenseite stieg das
Volumen sogar um 131,5 Millionen Euro (plus 3,2 Prozent) auf 4,305 Milliarden
Euro. Die durchschnittliche Bilanzsumme erhöhte sich um 292 Millionen Euro
auf 5,460 Milliarden Euro.


Hauptwachstumsträger auf der Kreditseite sind die privaten und gewerblichen
Immobilienfinanzierungen. Hier konnte die Volksbank Neugeschäft in Höhe von
262 Millionen Euro in die Bücher nehmen. Das durchschnittliche Volumen im
Baufinanzierungsbereich der Volksbank nahm (unter Berücksichtigung der
regelmäßigen Tilgungen) um insgesamt 90 Millionen auf 2,27 Milliarden Euro
zu.


Volksbank steht ihren Kunden zur Seite


"Insbesondere in Krisenzeiten zeigt sich, welche Bank ihren Kunden zur Seite
steht", erklärt Vorstandsvorsitzender Jürgen Pütz. „Wir haben auch während
der Corona-Zeit die Versorgung mit Bankdienstleistungen aufrechterhalten und
darüber hinaus erhebliche Ressourcen für die Förderkreditberatung,
Kreditantragsprüfung und -bearbeitung der KfW-Sonderprogramme
bereitgestellt.“, schildert Pütz. Aktuell hat die Volksbank Köln Bonn KfWCorona-
Förderkreditanträge mit einem Antragsvolumen von 60 Millionen Euro
abgearbeitet. Außerdem vereinbarte die Bank mit ihren Kunden
Kreditstundungen in einer Größenordnung von knapp 7 Millionen Euro. In der
Phase des Lockdown führten die Kreditspezialisten über 900 zusätzliche
Beratungen im Zusammenhang mit Corona-Kredithilfen durch.


Jahresergebnis voraussichtlich knapp unter Vorjahresniveau


Die aktuelle Ergebnisvorschaurechnung der Volksbank zeigt aufgrund der
anhaltenden Niedrigzinsphase einen rückläufigen Zinsüberschuss. Er beläuft
sich auf 76 Millionen Euro und unterschreitet den Wert des Vorjahres um 5
Millionen Euro. Erfreulicherweise hat das Provisionsergebnis um 2 Millionen
Euro auf 43,6 Millionen Euro zugenommen. Auf der Kostenseite zeigen sich
Synergieeffekte aus der Fusion, die den Sachaufwand um rund 1,1 Millionen
Euro reduzieren.
Damit liegt das Betriebsergebnis vor Bewertung bei aktuell 27,3 Millionen Euro.
Die Corona-Pandemie hat zu einem deutlichen wirtschaftlichen Rückgang im
zweiten Quartal 2020 geführt. Hiervon sind auch Unternehmen in der Region
Köln, Bonn und Rhein-Sieg betroffen.
„Wir erwarten in der zweiten Jahreshälfte und auch im nächsten Jahr einen
Anstieg der Wertberichtigungen für Kredite,“ prognostiziert Jürgen Pütz. „Da
die Bank aber in den Vorjahren stets nachhaltig und solide gewirtschaftet hat
sowie ihren Fokus auf ein ausgewogenen Kreditportfolio gelenkt und den
Rücklagen regelmäßig Mittel zugeführt hat, sind diese Auswirkungen für die
Volksbank Köln Bonn beherrschbar,“ erläutert Pütz weiter.
Der Anteil der gestundeten Kredite am gesamten Kreditvolumen sei niedrig und
die Zahl der gestundeten Kreditkonten gegenüber dem Höhepunkt im März
und April stark rückläufig.
Insbesondere die Nachfrage nach privaten Baufinanzierungen wird nach
Einschätzung von Pütz das Aktivgeschäft der Volksbank weiter beflügeln. Der
Gründe dafür liegen in den niedrigen Zinsen und dem Bedarf nach Wohnraum
in unserer Wachstumsregion.
Die Prognose des Vorstands geht von einem geschätzten Jahresergebnis leicht
unter dem Vorjahresniveau in Höhe von ca. 9 Millionen Euro aus.


Volksbank ist dank gutem Eigenkapital solide aufgestellt


„Unsere Bank hat schon die Finanzkrise unbeschadet überstanden, und sie
steht ihren Kunden auch jetzt verlässlich zur Seite“, sagt Pütz. „Wir sind Teil
einer der profitabelsten und kapitalstärksten Bankengruppen Europas und
können aus einer Position der wirtschaftlichen Stärke sowie stabiler Mitgliederund
Kundenbeziehungen agieren. Die Genossenschaftliche FinanzGruppe wird
von Ratingagenturen positiv gesehen und hat im Vergleich zu vielen anderen
Banken keinen Downgrade erfahren.“ Die Volksbank Köln Bonn für sich
genommen verfügt über eine Gesamtkapitalquote von 19,9 Prozent. Damit
übertrifft sie bei weitem die gesetzlich vorgeschriebene Quote von 10,7
Prozent.


Dividende


Vor diesem Hintergrund und unter Berücksichtigung des guten
Geschäftserfolges im Vorjahr wäre die Volksbank Köln Bonn eG durchaus in der
Lage für das Jahr 2019 eine Dividende an ihre 112.000 Eigentümer zu zahlen.
Bisher haben Vorstand und Aufsichtsrat der Vertreterversammlung noch
keinen Dividendenvorschlag gemacht, weil sie der Vorgabe des Bafin gefolgt
sind, diese Entscheidung erst im letzten Quartal des laufenden Jahres zu
treffen. Die Bafin hat in den letzten Wochen aber erkennen lassen, dass unter
Berücksichtigung der bankindividuellen Situation, die unter anderem durch
eine positive Ertragsperspektive in der Mehrjahresplanung, die Einhaltung der
Eigenkapitalregeln sowie das Vorhalten eines Stress-Puffers in der
Eigenkapitalausstattung der jeweiligen Bank gekennzeichnet ist, eine
Dividendenzahlung zulässig ist.


Volksbank auch während des Lockdown für die Kunden erreichbar


Alle 40 Filialen der Volksbank Köln Bonn eG, in denen Mitarbeiter eingesetzt
sind, wurden vor geraumer Zeit nach einer Phase der Zugangsbeschränkung
wieder geöffnet. Selbst während dieser Zeit waren die Mitarbeiter in den
Filialräumen anwesend und haben den Kunden telefonisch oder persönlich zur
Verfügung gestanden.
Als Genossenschaftsbank war und ist die Volksbank stets ganz nahe bei ihren
Mitgliedern, denen sie über die Stiftung „miteinander-füreinander“
unbürokratisch und schnell finanzielle Hilfen zukommen ließ. In 15 Einzelfällen
hat die Stiftung 34.000 Euro ausgeschüttet, was einem Viertel des Jahresetats
der Stiftung entspricht.


Außerdem hat die Volksbank ihr bisher nur gemeinnützigen Vereinen
offenstehendes Crowdfunding-Angebot „all zesamme“ auch für Unternehmen
und Selbstständige geöffnet, die über die Spendenplattform finanzielle Mittel
einwerben konnten.


Corona-Pandemie verändert das Kundenverhalten


Das Verhalten der Verbraucher ändert sich seit Beginn der Corona-Pandemie.
Die Anzahl der Kartenzahlungen an der von der Volksbank vertriebenen POSTerminals
im stationären Einzelhandel sind von Januar 2020 zu Juli 2020 um 77
Prozent gestiegen. Die Transaktionen über die Bezahlterminals mit Bankkarten
oder Kreditkarte stieg von 126.000 auf 223.000 Transaktionen pro Monat.
Der Umsatz nahm im gleichen Zeitraum um 30 Prozent von 7,4 Millionen Euro
auf 9,6 Millionen Euro pro Monat zu.
Auch das Kunden-Dialog-Center der Volksbank verzeichnete während des
Lockdowns eine deutliche Zunahme der Kontakte, die entweder per Telefon
oder über Chats und WhatsApp dort eingehen.
Während sich die Live-Chats im Vergleich von Februar zu April verdoppelt
hatten, erhöhten sich die Telefonate, die das KDC erreichten, um 11.200
Anrufe, was einer Steigerung von 42 Prozent bedeutet.