Volksbank Köln Bonn eG weiter auf Erfolgskurs

  • Steigerungen im Kredit- und Einlagengeschäft
  • Jahresergebnis konstant bei knapp 10 Millionen Euro
  • Unterstützung der Mitglieder und Kunden in der Corona-Krise steht jetzt im Vordergrund

Köln/Bonn/Rhein-Sieg-Kreis: 27.03.2020:

Für das Jahr 2019 kann die Volksbank Köln Bonn eG erneut eine positive Bilanz ziehen. Die Genossenschaftsbank befindet sich trotz der nach wie vor schwierigen Rahmenbedingungen auf Erfolgskurs. Die Bilanzsumme beträgt jetzt 5,115 Milliarden Euro und das betreute Kundenvolumen erreicht 11 Milliarden Euro.

Der Vorstand dankte den Mitarbeitern für den Einsatz in einem nach wie vor anspruchsvollen Marktumfeld. Außerdem haben die Mitarbeiter im abgelaufenen Jahr die Umstellung der Bankensoftware auf das neue System agree21 erfolgreich bewältigt.

Die niedrigen Zinsen beflügelten weiterhin das Kreditgeschäft, das um 169 Millionen Euro oder 5,2 Prozent auf insgesamt 3,4 Milliarden Euro ausgeweitet wurde. Diese Steigerung wurde erreicht, obwohl viele Kunden Sondertilgungsrechte zur Rückführung von Krediten nutzten. Nach wie vor waren die Immobilienfinanzierungen einer der Wachstumstreiber. Im Jahr 2019 verbuchte die Bank ein Neugeschäft in Höhe von 579,5 Millionen Euro gegenüber 396,1 Millionen Euro in 2018. Dies ergibt eine deutliche Steigerung um 46,3 Prozent.

Spürbare Zuwächse verzeichnete die Genossenschaftsbank im gleichen Zeitraum auf der Einlagenseite, die trotz des anhaltend niedrigen Zinsniveaus um 140 Millionen Euro oder 3,5 Prozent auf 4,18 Milliarden Euro angestiegen ist.

Auch das gesamte betreute Kundenvolumen (Summe aus Einlagen, Ausleihungen, Vermittlungsgeschäft und Wertpapieren) der Bank ist weitergewachsen. Es stieg um 5,77 Prozent erstmals auf 11 Milliarden Euro.

Die Bilanzsumme zum 31.12.2019 belief sich auf 5,115 Milliarden Euro gegenüber 5,053 Milliarden Euro am Jahresende 2018 und erhöhte sich damit um 1,2 Prozent.

Die Zahl der Volksbank-Kunden betrug zum Jahresultimo 204.333, die 356.554 Konten führten. Im Jahr 2019 konnte die Volksbank 6.944 neue Kunden gewinnen.

Am 31.12.2019 hatte die Volksbank Köln Bonn 115.560 Mitglieder. Im Jahresverlauf zeichneten 4.148 Kunden eine neue Mitgliedschaft. Damit sind mehr als 58 Prozent der Volksbank-Kunden zugleich auch Mitglied und damit Eigentümer der Bank.

In der aktuellen Corona-Krise nimmt die Volksbank Köln Bonn eG ihre Verantwortung wahr: wir unterstützen im Sinne unseres Förderauftrages insbesondere unsere Mitglieder. Wir stellen die Bargeldversorgung sicher, beraten und beantragen aktiv die staatlichen Finanzierungshilfen und sind nach Terminabsprache für unsere Kunden und Mitglieder da.

Das Institut sieht sich einem hohen Beratungsbedarf der Kunden und Mitglieder hinsichtlich der staatlichen Maßnahmenpakete gegenüber. Deshalb befürwortet die Volksbank schnelle und unbürokratische Unterstützungsmaßnahmen der Bundes- und Landesregierung.

Die Volksbank hat als Sofortmaßnahmen beschlossen, den Kunden mit Stundungen und Tilgungsaussetzungen bei laufenden Krediten zu helfen. Außerdem bieten wir unseren Mitgliedern und Kunden an, die Mittel aus den Unterstützungsprogrammen vorzufinanzieren.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Insgesamt wuchs das Kreditvolumen um 169 Millionen Euro oder 5,2 Prozent. Damit betreut die Bank insgesamt einen Bestand von 3,4 Milliarden Euro (2018: 3,2 Mrd. Euro). Die Privatkunden nutzten nach wie vor die niedrigen Zinsen, um sich den Wunsch einer eigenen Immobilie zu erfüllen.

Im Firmenkundengeschäft wurde das gute Ergebnis maßgeblich durch die sehr solide Auftragslage bei den Unternehmen der Bauwirtschaft positiv beeinflusst. Bei den Wohnungsbauinvestitionen konnte das Wachstum nochmals gesteigert werden, trotz der Knappheit an Arbeitskräften, Bauland und Baumaterialen. Aber auch im Nichtwohnungsbau zog das Expansionstempo an.

Bevorzugt wurden langfristige Zinsvereinbarungen nachgefragt.

Auf der Passivseite der Bankbilanz wuchsen die Sichteinlagen mit 3,6 Prozent besonders stark. Sie beliefen sich per 31.12.2019 auf 3,4 Milliarden Euro. Auch die Spareinlagen entwickelten sich mit einem Plus von 2,2 Prozent auf 703 Millionen Euro positiv. In der Gesamtbetrachtung stiegen die Passiva um 3,5 Prozent auf 4,18 Milliarden Euro.

Der Anstieg der Sichteinlagen konnte nicht aufgehalten werden, obwohl die Beraterinnen und Berater der Volksbank, den Kunden dringend raten, eine mittel- und längerfristige Vermögensstrukturierung zu planen, um über einen Inflationsausgleich hinaus eine Rendite und einen Vermögenszuwachs zu erwirtschaften.

2019 war ein gutes Aktienjahr. Der DAX konnte seine Vorjahresverluste ausgleichen und stieg bis zum Jahresultimo auf 13.242 Punkte, womit er 25 Prozent über dem Niveau zum Jahresstart lag. Dieser Aufschwung und der Kauf von Wertpapieren ließen die Kurswerte in den Depots der Kunden von 1,9 Milliarden Euro auf 2,3 Milliarden Euro ansteigen. Das Plus von 400 Millionen Euro entspricht einer Steigerung von 16,2 Prozent.

Einschließlich der Anlagen bei Verbundpartnern (wie Union Investment, Bausparkasse Schwäbisch Hall oder R+V) betreut die Volksbank Köln Bonn per 31.12.2019 insgesamt ein Kundenanlage-Volumen von 7,0 Milliarden Euro gegenüber 6,5 Milliarden Euro zum Vorjahresstichtag, was einem Plus von 0,5 Milliarden Euro oder 6 Prozent entspricht.

Trotz des guten Kreditwachstums ging der Zinsüberschuss (Differenz aus Zinsertrag und Zinsaufwand) aufgrund der anhaltenden Minuszins-Politik der Europäischen Zentralbank auf 81,4 Millionen Euro zurück.

Eigenmittel gestärkt

Die Gesamteigenmittel der Bank betrugen 537 Millionen Euro gegenüber 529,9 Millionen Euro per 31.12.2018. Die Gesamtkapitalquote lag bei 19,66 Prozent. Damit liegt die Volksbank Köln Bonn eG deutlich über den gesetzlichen Anforderungen. Sie gehört zu den kapitalstarken Banken in Deutschland.

Die Volksbank legt weiterhin besonderen Wert auf die dauerhafte Solidität des Unternehmens. Deshalb bleibt der Ausbau der Eigenkapitalbasis ein dauerhaftes Ziel.  Damit trägt das Institut der Tatsache Rechnung, dass nur Banken mit solider Substanz die weiter steigenden Anforderungen der Branche erfüllen können. Gleichzeitig ist eine starke Eigenkapitalausstattung Voraussetzung dafür, dauerhaft den Kreditbedarf der privaten und gewerblichen Kunden bedienen zu können.

Provisionsergebnis im Plus

Das Provisionsergebnis lag um erfreuliche 3,4 Millionen Euro oder 8,7 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Es betrug 41,8 Millionen Euro gegenüber 38,4 Millionen Euro in 2018. Hauptgrund war die positive Entwicklung des Wertpapiergeschäfts im Jahr 2019.  

Personalabbau durch Ausnutzung von Altersteilzeit und Renteneintritten

Die Volksbank nutzte die normale Fluktuation und die Möglichkeit der Altersteilzeit, um den Personalstand sukzessive zu reduzieren. Chancen, die die Digitalisierung bietet, wurden ebenfalls ergriffen, um Personal zu ersetzen. Am 31.12.2019 beschäftigte die Volksbank 726 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das waren 44 weniger als zum Jahresultimo 2018. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl derer, die sich in der Freistellungshase der Altersteilzeit befanden um 22 auf 47 Personen an. Außerdem befanden sich 63 Auszubildende bei der Volksbank unter Vertrag.

Verwaltungskosten gehalten

Die Verwaltungsaufwendungen betrugen 91,8 Millionen Euro gegenüber 91,6 Millionen Euro im Vorjahr. Damit war es der Bank nahezu gelungen, Tarifsteigerungen und den Anstieg von anderen Kosten zu kompensieren.

Risikolage entspannt

Wie schon in den Vorjahren entwickelte sich das Bewertungsergebnis aus dem Kundengeschäft positiv. Wegen der insgesamt guten Wirtschaftslage mussten nur vereinzelt Kredite abgeschrieben werden.

Nach Dotierung der Reserven und unter Berücksichtigung des Bewertungsergebnisses sowie des Steueraufwandes betrug der Jahresüberschuss 9,6 Millionen Euro (Vorjahr: 9,8 Millionen Euro).

Einführung eines neuen Bank-Anwendersystems

Im Rahmen der Weiterentwicklung der genossenschaftlichen IT hat die Volksbank Köln Bonn Mitte Juli 2019 auf ein neues Bank-EDV-System umgestellt.

Da alle Mitarbeiter im Umgang mit dem neuen System geschult werden mussten, stiegen die Seminartage auf knapp 4.000 Seminartage an, was pro Kopf durchschnittlich fünf Seminartage ausmacht.

Volksbank rüstet sich für zukünftige Herausforderungen

Die Bank ist in den Städten und Gemeinden der Region Köln/Bonn/Rhein-Sieg an 67 Standorten mit Filialen sowie mit SB-Stellen präsent. Im gesamten Geschäftsgebiet verfügt die Bank über 141 Geldausgabeautomaten an eigenen Standorten und an externen Plätzen mit hoher Besucherfrequenz.

Die gesamte Bankenbranche ist von großen Herausforderungen geprägt, deshalb werden die Vertriebswege wie bisher auch regelmäßig überprüft. Die Volksbank Köln Bonn eG treibt deshalb den Ausbau digitaler Vertriebswege voran. Dazu zählen das Kunden-Dialog-Center, Mobile-Banking, Video-Beratung und der Vertrieb von Produkten über das Internet.

Die Bank investiert auch weiterhin ins stationäre Geschäft. Anfang März 2020 konnte eine neue und mit modernen Elementen ausgestattete SB-Stelle am Kölner Ebertplatz eröffnet werden. Neben einem Geldausgabeautomaten mit Einzahlungsfunktion und einem Selbstbedienungsterminal schaffen Videowände und Mood-Boards mit Motiven aus der Region eine einladende Atmosphäre.  Hoch frequentierte Plätze wie die Köln-Arkaden auf der rechten Rheinseite stellen für die Volksbank interessante Standorte dar, weshalb die Bank plant, dort im zweiten Quartal 2020 eine SB- Filiale zu eröffnen.

Weitere Investitionsvorhaben sind in Bonn die energetische Sanierung des Objektes Gangolfstraße (in Bahnhofsnähe) und in Bornheim der Abriss und komplette Neubau des Standortes an der Königstraße. Hier plant die Bank, neben einer Filiale, Büroraum und Wohnungen zu errichten. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2021 geplant.

Regionales Engagement

Die Volksbank Köln Bonn engagiert sich für Köln, Bonn, den Rhein-Sieg-Kreis und die Menschen in der Region. 2019 förderte das Kreditinstitut gesellschaftliche und gemeinnützige Projekte in der Region mit insgesamt 830.000 Euro gegenüber 611.000 Euro im Vorjahr, was einer Steigerung von 219.000 Euro oder 36 Prozent entspricht.

Neben der Förderung im eigenen Namen nutzt die Volksbank ihre Stiftung „miteinander-füreinander“, um in und für die Region aktiv „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu leisten.

Mit der Crowdfunding-Plattform „all zesamme“ bietet die Bank regionalen Initiativen eine Möglichkeit, Spendenmittel für gemeinnützige Zwecke zu sammeln.

Mitgliederförderung

Kunden von Genossenschaftsbanken haben die Möglichkeit, zugleich auch Mitglied bei ihrer Bank zu werden und damit Mitspracherechte zu besitzen. Diese urdemokratische Rechtsform begeistert viele Menschen, nicht zuletzt auch, weil die Volksbank Köln Bonn mit dem VR-mehrWert-Programm, der Mitglieder-Akademie und exklusiven Mitglieder-Veranstaltungen ein attraktives Vorteilspaket geschnürt hat.

Vorbehaltlich der Zustimmung der Vertreterversammlung, dürfen sich die Mitglieder über eine Dividende in Höhe von 3,0 Prozent freuen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine von bisher 4 Prozent auf 3 Prozent reduzierte Dividende vor, damit das Kreditinstitut in 2020 finanziellen Spielraum hat, um seine Mitglieder und Kunden bei der Bewältigung der Folgen der Corona-Krise zu unterstützen.

Die „Stiftung miteinander-füreinander der Volksbank Köln Bonn eG“ ist Ausdruck der besonderen Förderung der Mitglieder. Die Stiftung hat in 2019 primär unverschuldet in Not geratene Mitglieder der Volksbank mit insgesamt 200.000 Euro unterstützt.

Volksbank organisiert Mega-Event

Ausdruck der Mitgliederförderung ist auch eine Einladung ganz besonderer Art, die den Mitgliedern und Freunden der Volksbank zugutekommt.

Die Volksbank organisiert ein Danke-Sommerfest für Mitglieder, Kunden und Freunde mit Stars, die für die rheinische Region stehen. Auf der Bühne wechseln sich Mirja Boes, Höhner, Brings mit Cat Ballou und den Paveiern ab. Moderiert wird der Abend von Isabell Varell und Konstantin Klostermann. Die Karten sind preiswert und familienfreundlich: mit 14.50 Euro ist man dabei! Von jeder verkauften Karte spendet die Volksbank zwei Euro für soziale Zwecke.

Finanziert wird die Veranstaltung neben den Erlösen aus dem Eintritt aus Bankerträgen. Jährlich ermittelt die Volksbank einen „Wert der Balance“, der nach Abzug von Dividendenzahlung und Rücklagendotierung für die Mitgliederförderung eingesetzt wird.

Ausblick

Der Jahresstart in den ersten zwei Monaten des Jahres 2020 ist gut gelungen. Die Bank wächst weiter im bilanzwirksamen Bereich. Auch das Provisionsgeschäft läuft positiv.

Corona-Krise

Diese Erfolge werden aktuell überlagert durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie, die die gesamte Geschäftstätigkeit der Volksbank derzeit prägt. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst. Wir unterstützen aktiv unsere Privat- und Firmenkunden und, im Sinne des genossenschaftlichen Förderauftrages, insbesondere unsere Mitglieder dabei, den Auswirkungen der Krise zu begegnen.

Die Volksbank Köln Bonn stellt außerdem die Bargeldversorgung sicher.

Das Institut sieht sich einem hohen Beratungsbedarf der Kunden und Mitgliedern hinsichtlich der staatlichen Maßnahmenpakete gegenüber. Deshalb befürwortet die Volksbank schnelle und unbürokratische Unterstützungsmaßnahmen der Bundes- und Landesregierung.

Einen weiteren Schwerpunkt in der Kundenbetreuung nimmt die Beratung von Anlegern wegen der Krise an den Kapitalmärkten ein.

Unter Berücksichtigung des von der NRW-Landesregierung ausgesprochenen Kontaktverbots hat der Vorstand entschieden, den Zugang zu den Filialen zu kontrollieren, was bedeutet, dass die Bank weiterhin nach vorheriger telefonischer Terminabsprache für ihre Kunden zur Verfügung steht. Damit ist auch der Zugang zu Bankschließfächern möglich.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in den Filialen anwesend und wie folgt erreichbar:

Telefon: 0221/2003-0

Mail: info@volksbank-koeln-bonn.de

WhatsApp 0221/2003-0

Darüber hinaus kann das KundenDialogCenter unter der Rufnummer 0221 / 2003-2004 fast alle Bankangelegenheiten abschließend bearbeiten und hilft den Mitgliedern und Kunden auch bei ihrem Wunsch nach einem persönlichen Termin in ihrer Filiale vor Ort.

Die Volksbank ist aufgrund ihrer wirtschaftlichen Stärke gut aufgestellt und blickt positiv in die Zukunft, wenngleich das Geschäftsjahr 2020 aufgrund der zu erwartenden Folgen der Corona-Krise herausfordernd wird.