Vertreterversammlung der Volksbank Köln Bonn eG tagte im ehemaligen Plenarsaal (World Conference Center Bonn)

Bonn, 03.06.2019

•    5,3 Millionen Euro als Dividende ausgeschüttet
•    Erfolgreiches Jahr trotz schwierigem Umfeld
•    Gesamtes Kundenvolumen auf 10,5 Milliarden Euro gesteigert
•    Vorstandsmitglied Bruno Hollweger in den Ruhestand verabschiedet

Köln/ Bonn, 03. Juni 2019: Nach der Fusion im Jahr 2017 hat sich die Volksbank Köln Bonn eG gut entwickelt. Vorstandsvorsitzender Jürgen Pütz erklärte: „Der unternehmerische Erfolg zeigt, dass der eingeschlagene Weg der Richtige ist“. Mit einer Gesamtkapitalquote von 20,5 Prozent gehört die Volksbank zu den kapitalstarken Instituten in Deutschland und übertrifft die gesetzliche Anforderung von derzeit 13 Prozent deutlich. Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Andreas Madaus begrüßte über 550 Teilnehmer zur jährlichen Vertreterversammlung, die diesmal im ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages im Bonner WCCB zusammenkam.

Aus Sicht der Volksbank Köln Bonn war das Geschäftsjahr 2018 trotz der nach wie vor schwierigen Rahmenbedingungen und der anhaltenden Minuszins-Politik der Europäischen Zentralbank geprägt von Zuwächsen auf allen Geschäftsfeldern.
 
„Wir hatten erneut ein erfolgreiches Jahr mit guten Zuwächsen. Wir danken allen Mitgliedern und Kunden für das große Vertrauen“, sagte Vorstandsvorsitzender Jürgen Pütz.

Das bilanzielle Kreditgeschäft der Bank ist um 3,1 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro gewachsen. Den größten Anteil am Boom der Kreditseite haben die Immobilienfinanzierungen mit 2,5 Milliarden Euro.

Auch auf der Einlagenseite ging es bei der Volksbank stetig aufwärts. 125 Millionen Euro vertrauten die Kunden der Volksbank mehr an als in 2017, weshalb das Einlagen-Volumen auf 4 Milliarden Euro stieg.

Unter dem Strich stieg die Bilanzsumme um 4 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro. Das Gesamt-Kundenvolumen (Summe aus betreutem Anlage- und Kreditvolumen) stieg in 2018 um 1,1 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro.

Der Jahresüberschuss (Gewinn nach Steuern) der Bank beträgt 9,9 Millionen Euro. Er wird mit 4,6 Millionen Euro zur Stärkung der Rücklagen verwendet.
Die Eigentümer der Volksbank partizipieren mit 5,3 Millionen Euro am guten Erfolg der Genossenschaftsbank. Sie erhalten eine Dividende von 4 Prozent. Weitere 0,1 Prozent oder 132.000 Euro fließen als Spende in die Stiftung „Solidaritätsfonds der Volksbank Köln Bonn eG“.

Die Mittel des Fonds werden zur Unterstützung von gemeinnützigen, sozialen und kulturellen Initiativen und insbesondere für unverschuldet in Not geratene Mitglieder der Genossenschaft verwendet.

Das genossenschaftliche Geschäftsmodell sei weiterhin sehr attraktiv, was Pütz an der Mitgliederentwicklung seines Hauses festmachte. In 2018 seien 4.268 Kunden der Genossenschaft als Mitglied beigetreten. Die Zahl der Mitglieder beträgt 111.750.

Pütz berichtete weiter, dass „zwar der Trend im Zinsgeschäft für das Jahr 2019 aufgrund des Niedrigzinsumfeldes negativ“ sei. Da die Bank aber auf der Kostenseite aktiv gegensteuere und sich Synergieeffekte aufgrund der Fusion positiv bemerkbar machten, erwarte man für 2019 eine stabile Entwicklung und Ergebnis in etwa auf dem Niveau des Jahres 2018.

Nachdem im Vorjahr Stimmen aus dem Kreis der Vertreter laut geworden waren, die Größe der Vertreterversammlung zu reduzieren, schlug der Vorstand nach eingehender Diskussion mit dem Aufsichtsrat ein neues Zahlenverhältnis von Vertretern zu Mitgliedern vor. Die Versammlung stimmte der dazu erforderlichen Satzungsänderung zu. Damit gehören der Vertreterversammlung zukünftig 462 Vertreter an, bisher waren es 1.107. Erstmals bei der Vertreterwahl im Oktober 2019 wird der neue Schlüssel, nach dem für 250 Mitglieder ein Vertreter zu wählen ist, angewendet.

Für die langjährigen Aufsichtsratsmitglieder Hildegard Ersfeld-Dreßen und Georg Adenauer war es die letzte Vertreterversammlung. Beide hatten freiwillig auf ihre Ämter verzichtet, um eine Verkleinerung des Aufsichtsrates zu ermöglichen. Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Madaus dankte beiden für ihr jahrelanges Engagement. Dem Aufsichtsgremium gehören zukünftig insgesamt 21 Mitglieder an, darunter sieben Vertreter der Bankmitarbeiter.

Abschied nehmen heißt es auch für Bruno Hollweger, der nach 15-jähriger Vorstandstätigkeit in den Ruhestand wechselt. Jürgen Pütz dankte seinem Kollegen mit sehr persönlichen Worten für dessen Engagement zum Wohl der Bank, der Mitglieder und Kunden sowie der Mitarbeiter. Pütz hob hervor, dass Bruno Hollweger sich sehr für die Fusion der Kölner Bank mit der Volksbank Bonn Rhein-Sieg eingesetzt habe und stellte fest: „Ohne Bruno Hollweger gäbe es die neue Volksbank Köln Bonn nicht!“

Nachfolger von Bruno Hollweger ist Christian Gervais, der am 1.4.2019 in den Vorstand eingetreten ist. Der 51-jährige arbeitet seit 2004 bei der Volksbank in verschiedenen Führungspositionen, zuletzt als Bereichsdirektor Controlling & Finanzen.

Mit über 206.958 Kunden, rund 112.000 Mitgliedern und einer Bilanzsumme in Höhe von 5 Mrd. Euro rangiert die neue Volksbank Köln Bonn auf Platz 10 der regional tätigen Genossenschaftsbanken in Deutschland. An 87 Standorten in der Wirtschaftsregion Köln/Bonn/Rhein-Sieg beschäftigt die Bank 848 Mitarbeiter.