Volksbank-Mitarbeiter verzichten auf „Rest-Cents“ 4.425,83 Euro für die Musiktherapie herzkranker Kinder

Köln/Bonn, 29.01.2019

Bänker sind im Allgemeinen für Sorgfalt und Genauigkeit bekannt. Dazu gehört es selbstverständlich auch, Euro-Beträge bis auf die Nachkomma-Stellen exakt auszuweisen. Nicht so bei der persönlichen Gehaltsabrechnung der Mitarbeiter der Volksbank Köln Bonn. Mittlerweile verzichten nämlich 282 Mitarbeiter auf die Cent-Beträge in ihrer monatlichen Lohntüte.
Die kleinen Summen werden auf ein Sonderkonto gebucht und in regelmäßigen Abständen sozialen Projekten in der Region zur Verfügung gestellt.

Volksbank-Vorstandsvorsitzender Jürgen Pütz übergab jetzt symbolisch in einem Sparschwein 4.425,83 Euro an die kinderherzen – Fördergemeinschaft Deutsche Kinderherzzentren.

Jürgen Pütz erklärte: „Monatlich kommen rund 140, - Euro zusammen, die wir gerne weiterreichen. Das ist gelebte Solidarität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Menschen, die Hilfe benötigen!“

Zurzeit beteiligen sich ziemlich genau ein Drittel der rund 853 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der freiwilligen Aktion. Sie entscheiden über ein internes Abstimmungsverfahren, welche Initiative aus der Region jeweils die angesammelten Rest-Cents erhalten soll. Unter fünf Vorschlägen hatte sich eine große Mehrheit für das Kinderherzzentrum entschieden.

Dort will man die Spende für die durch den gemeinnützigen Verein kinderherzen initiierte Musiktherapie verwenden.
Die Musiktherapie stellt ein emotionales und soziales Therapieangebot dar, dessen Zielgruppe insbesondere Kinder sind, die aufgrund ihrer Herzbehandlung
einen langen Klinikaufenthalt zu bewältigen haben. Die Kinder sind dabei meist an viele medizinische Gerätschaften angeschlossen, die die Vitalfunktionen überwachen – und die häufig eine unangenehme Geräuschkulisse bilden. Die kleinen Herzpatienten haben Heimweh, leiden unter der Trennung von der Familie, sind oftmals lange an das Bett gefesselt und haben Schmerzen. Zudem können durch den langen Klinikaufenthalt Entwicklungsverzögerungen aufgrund fehlender Reize entstehen.

Durch den gezielten Einsatz von Musik wird eine therapeutische Wirkung erzielt. Dies kann auf unterschiedliche Art und Weise geschehen: entweder passiv, indem eine einfach Melodie vorgesungen oder vorgesummt wird oder aktiv, indem Musikinstrumente wie Glöckchen oder Klangstäbe mit einbezogen werden. Das weckt die Neugier der Kinder, animiert zum Mitmachen und wirkt sich positiv auf den Gemütszustand aus. Dazu erklärt Musiktherapeutin Julia Hüging: „Musiktherapie bietet kleinen Langzeitpatienten eine alle Sinne umfassende Entwicklungsförderung, die einen Kontrapunkt im Klinikalltag bildet. Je nach Alter und Zustand stellt sie entweder eine Klangoase dar, in der die Kinder zur Ruhe kommen können oder eine Zeit, in der sie eigenbestimmt aktiv musizieren und alles um sich herum vergessen können.“



Informationen zur Musiktherapie der kinderherzen am Deutschen Kinderherzzentrum Sankt Augustin unter www.kinderherzen.de/projekte/musiktherapie-beruhigt-herzkinder/