Volksbank Köln Bonn eG im ersten Jahr erfolgreich

Köln/Bonn/Rhein-Sieg-Kreis, 08.03.2019

• Erfreuliche Steigerungen im Kredit- und Einlagengeschäft
• Betreutes Kundenvolumen über 10 Milliarden Euro
• Stabile Ertragslage


Nach ihrer Fusion im Jahr 2017 kann die Volksbank Köln Bonn eG für das abgelaufene Geschäftsjahr eine positive Bilanz ziehen. Der Vorstandsvorsitzende Jürgen Pütz und sein Vorstandskollege Bruno Hollweger dankten den Mitarbeitern für den Einsatz in einem anspruchsvollen Marktumfeld.
„Die Volksbank Köln Bonn eG befindet sich trotz der nach wie vor schwierigen Rahmenbedingungen auf Wachstumskurs. Die Bilanzsumme beträgt jetzt 5,05 Milliarden Euro und das betreute Kundenvolumen erreicht 10,65 Milliarden Euro“, erklärte Vorstandsvorsitzender Jürgen Pütz.
Die niedrigen Zinsen beflügeln weiterhin das Kreditgeschäft, das um 97 Millionen Euro oder 3,1 Prozent auf insgesamt 3,2 Milliarden Euro ausgeweitet wurde.
Nach wie vor sind die Immobilienfinanzierungen einer der Wachstumstreiber.
Deutliche Zuwächse verzeichnet die Genossenschaftsbank im gleichen Zeitraum trotz des anhaltend niedrigen Zinsniveaus auf der Einlagenseite, die um 127 Millionen Euro oder 3,2 Prozent auf 4,04 Milliarden Euro angestiegen ist.
Auch das gesamte betreute Kundenvolumen (Summe aus Einlagen, Ausleihungen, Vermittlungsgeschäft und Wertpapieren) der Bank ist weiter gewachsen. Es stieg um 0,9 Prozent auf 10,65 Milliarden Euro.
Die Bilanzsumme zum 31.12.2018 beläuft sich auf 5,05 Milliarden Euro gegenüber 4,99 Milliarden Euro am Jahresende 2017 und erhöhte sich damit um 1,3 Prozent.
Die Zahl der Volksbank-Kunden beträgt 206.619, die 358.247 Konten führen. Im Jahr konnte die Volksbank 7.655 neue Kunden gewinnen. Im Jahr 2017 waren es 6.730.
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Die Zahl der Mitglieder der Volksbank Köln Bonn liegt konstant bei rund 111.750 Personen. Im Jahr 2018 zeichneten 4.268 Kunden eine neue Mitgliedschaft. Damit sind mehr als 54 Prozent der Volksbank-Kunden zugleich auch Mitglied der Bank.
Die Ergebnisse im Einzelnen:
Insgesamt wuchs das Kreditvolumen um 97 Millionen Euro oder 3,1 Prozent. Damit betreut die Bank insgesamt einen Bestand von 3,2 Milliarden Euro (2017: 3,1 Mrd. Euro). Die Privatkunden nutzen nach wie vor die niedrigen Zinsen, um sich den Wunsch von der eigenen Immobilie zu erfüllen.
Im Firmenkundengeschäft wurde das gute Ergebnis maßgeblich durch eine solide Inlands- und Auslandsnachfrage bei den Unternehmen erreicht, aber auch aufgrund steigender Investitionen in Ausrüstungen, Bauten und sonstige Anlagen.
Bevorzugt wurden langfristige Zinsvereinbarungen nachgefragt.
Auf der Passivseite der Bankbilanz wuchsen die Sichteinlagen mit 4,0 Prozent besonders stark. Sie belaufen sich per 31.12.2018 auf 3,3 Milliarden Euro. Auch die Spareinlagen entwickelten sich mit einem Plus von 3,0 Prozent auf 688 Millionen Euro positiv. In der Gesamtbetrachtung stiegen die Passiva um 3,2 Prozent auf 4,04 Milliarden Euro.
„Obwohl wir unseren Kundinnen und Kunden dringend raten, eine längerfristige Vermögensstrukturierung zu planen, steigen die Sichteinlagen von Jahr zu Jahr weiter an. Unter dem Strich bedeutet dies, dass die Kunden praktisch weder Rendite und noch einen Vermögenszuwachs erwirtschaften können“, konstatierte Bankdirektor Jürgen Pütz.
Vor dem Hintergrund des schwierigen Aktienjahres 2018 ist der Rückgang der Kunden- Wertpapierbestände um 5,5 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro als moderat zu bezeichnen. Der DAX als Benchmark für deutsche Standardwerte hat über 18 Prozent verloren. Allerdings konnte sich der DAX seit Jahresbeginn bis Anfang März 2019 wieder auf 11.600 Punkte erholen.
Einschließlich der Anlagen bei Verbundpartnern (wie Union Investment, Bausparkasse Schwäbisch Hall oder R+V) betreut die Volksbank Köln Bonn per 31.12.2018 insgesamt ein Kundenanlage-Volumen von 6,4 Milliarden Euro.
Dank des stabilen Kreditwachstums konnte der Zinsüberschuss (Differenz aus Zinsertrag und Zinsaufwand) trotz der anhaltenden Minuszins-Politik der Europäischen Zentralbank von 95,8 Millionen Euro auf 102,0 Millionen Euro ausgeweitet werden, wobei der deutliche Anstieg auf einen Sonderfaktor in der Größenordnung von 8 Millionen Euro zurückzuführen ist.
Eigenmittel gestärkt
Die Gesamteigenmittel der Bank betragen 529,9 Millionen Euro. Die Gesamtkapitalquote liegt bei 20,5 Prozent. Damit liegt die Volksbank Köln Bonn eG
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deutlich über den gesetzlichen Anforderungen. Sie gehört zu den kapitalstarken Banken in Deutschland.
Bruno Hollweger betonte, dass die Bank weiterhin besonderen Wert auf die dauerhafte Solidität des Unternehmens lege. Deshalb sei der Ausbau der Eigenkapitalbasis ein dauerhaftes Ziel. „Damit tragen wir der Tatsache Rechnung, dass nur Banken mit solider Substanz die weiter steigenden Anforderungen der Branche erfüllen können. Gleichzeitig ist eine starke Eigenkapitalausstattung Voraussetzung dafür, dauerhaft den Kreditbedarf der privaten und gewerblichen Kunden bedienen zu können“, so Hollweger weiter.
Das Provisionsergebnis liegt um 1,4 Millionen Euro oder 3,5 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Es beträgt 38,4 Millionen Euro gegenüber 39,8 Millionen Euro in 2017. Hauptgrund ist die Entwicklung der Kapitalmärkte im Jahr 2018.
Die Verwaltungsaufwendungen betragen 94,7 Millionen Euro gegenüber 97,5 Millionen Euro im Vorjahr. Der Rückgang um 2,9 Prozent zeigt, dass sich Einsparungen sowohl im Personal- wie im Sachkostenbereich aus der Fusion ergeben. Die CIR sank damit auf 66,7 Prozent (gegenüber 71,7 Prozent in 2017).
Das Betriebsergebnis vor Bewertung beträgt 45,7 Millionen Euro. Es fällt gegenüber dem Vorjahr um 7,5 Millionen Euro besser aus.
Nach Dotierung der Reserven und unter Berücksichtigung des Bewertungsergebnisses sowie des Steueraufwandes wird der Jahresüberschuss 9,9 Millionen Euro (Vorjahr: 9,6 Millionen Euro) betragen.
Ausblick auf 2019
Volksbank ist an 87 Standorten in der Region präsent
„Wir sind in den Städten und Gemeinden der Region Köln/Bonn/Rhein-Sieg an 87 Standorten mit Filialen sowie mit SB-Stellen und mit zahlreichen externen Geldausgabeautomaten präsent. Diese regionale Nähe ist unsere Stärke!“, erklärt Jürgen Pütz.
Die gesamte Bankenbranche ist von großen Herausforderungen geprägt, deshalb werden die Vertriebswege wie bisher auch regelmäßig überprüft. Veränderte Kundenbedürfnisse ziehen Anpassungen nach sich. Die Volksbank Köln Bonn eG treibt deshalb den Ausbau digitaler Vertriebswege voran. Dazu zählen das Kunden-Dialog-Center, Mobile-Banking, Video-Beratung und der Vertrieb von Produkten über das Internet.
Die Bank hatte angekündigt, dass sie in 2019 plant, 14 Filialen, die bisher mit Mitarbeitern besetzt waren, zu Beratungsfilialen oder zu SB-Standorten umwandeln wird. Außerdem beabsichtigt sie, an ausgewählten Standorten in neue Filialkonzepte zu investieren.
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Regionales Engagement
Die Volksbank Köln Bonn engagiert sich für Köln, Bonn, den Rhein-Sieg-Kreis und die Menschen in der Region. 2017 förderte das Kreditinstitut gesellschaftliche und gemeinnützige Projekte in der Region mit insgesamt 611.000 Euro gegenüber 570.000 Euro im Vorjahr, was einer Steigerung von 7,2 Prozent entspricht.
Neben der Förderung im eigenen Namen nutzt die Volksbank ihren Verein „miteinander-füreinander“, um in und für die Region aktiv „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu leisten.
Mit der Crowdfunding-Plattform „All zesamme“ bietet die Bank regionalen Initiativen eine Möglichkeit, Spendenmittel für gemeinnützige Zwecke zu sammeln.
Kooperationsprojekt ErstRaum gestartet
Acht Partner aus der regionalen Finanz- und Immobilienbranche haben sich im Jahr 2018 zusammengeschlossen, um ein Immobilienportal für Köln/Bonn zu entwickeln, das im Januar 2019 an den Start gegangen ist.
Bei „ErstRaum.de“ können neben Immobilienunternehmen auch Privatpersonen Wohnungen, Häuser oder WG-Zimmer sowie Gewerbeimmobilien zu günstigen Konditionen einstellen.
Das Angebot reicht im Norden bis Langenfeld, im Osten bis Gummersbach, im Süden bis Bonn und im Westen bis an die Stadtgrenze von Aachen.
Die Gründerunternehmen inserieren neue Immobilienangebote zunächst exklusiv zwei Wochen bei ErstRaum.de und erst danach gegebenenfalls auf weiteren Plattformen.
Mitgliederförderung
Kunden von Genossenschaftsbanken haben die Möglichkeit, zugleich auch Mitglied bei ihrer Bank zu werden und damit Mitspracherechte zu besitzen. Diese urdemokratische Rechtsform begeistert viele Menschen, nicht zuletzt auch weil die Volksbank Köln Bonn mit dem VR-mehrWert-Programm, der Mitglieder-Akademie und exklusiven Mitglieder-Veranstaltungen ein attraktives Vorteilspaket geschnürt hat.
„Wir haben die Anteilshöhe für die Mitgliedschaft mit 25 Euro bewusst niedrig angesetzt, um möglichst vielen Kunden den Anteilerwerb zu ermöglichen“, erläutert Jürgen Pütz.
Vorbehaltlich der Zustimmung der Vertreterversammlung, die am 3. Juni 2019 im ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages in Bonn (WCCB) stattfindet, dürfen sich die Mitglieder wieder über eine Dividende in Höhe von 4,0 Prozent freuen.
Die „Solidaritätsfonds – Stiftung der Volksbank Köln Bonn eG“ ist Ausdruck der besonderen Förderung der Mitglieder. Die Stiftung hat in 2018 primär unverschuldet in Not geratene Mitglieder der Volksbank mit insgesamt 133.000 Euro unterstützt. Insgesamt wendet die Genossenschaftsbank rund 6,9 Millionen Euro für die Förderung ihrer Mitglieder auf.
Einführung eines neuen Bank-Anwendersystems
Im Rahmen der Weiterentwicklung der genossenschaftlichen IT wird die Volksbank Köln Bonn Mitte Juli 2019 auf ein neues Bank-EDV-System umstellen.
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Für die Kunden bringt die Software künftig neue Lösungen, etwa den Einsatz von „instant payments“, also sekundenschnelle Überweisungen, oder das Bezahlen per Smartphone. Auch werden sich die Benutzeroberflächen beim Online-Banking verändern.
Ausblick
Auch 2019 wird aufgrund der anhaltenden Niedrigzinssituation, der Regulierungs-anforderungen und der fortschreitenden Digitalisierung herausfordernd werden. Vor diesem Hintergrund hält die Bank an ihrer bewährten geschäftspolitischen Ausrichtung fest. Die Volksbank Köln Bonn erwartet eine weiterhin stabile Entwicklung und ein Ergebnis in etwa auf dem Niveau von 2018.