Neue Volksbank Köln Bonn eG startet erfolgreich

Köln/ Bonn/ Rhein-Sieg-Kreis 7. März 2018

  • Fusion erfolgreich umgesetzt dank Engagement der Mitarbeiter
  • Betreutes Kundenvolumen über 10 Milliarden Euro
  • Jahresüberschuss beträgt 9,6 Millionen Euro

Köln/ Bonn/ Rhein-Sieg-Kreis 7. März 2018: Nach ihrer Fusion im Jahr 2017 präsentierte die neue Volksbank Köln Bonn eG ihre erste gemeinsame Bilanz. Der Vorstandsvorsitzende Jürgen Pütz und sein Vorstandskollege Bruno Hollweger dankten den Mitarbeitern für den enormen Einsatz. Sie bewältigten neben dem Tagesgeschäft die umfangreichen Fusionsvorbereitungen mit großem Engagement. „Die Volksbank Köln Bonn eG befindet sich auf dynamischem Wachstumskurs. Die Bilanzsumme beträgt jetzt 5 Milliarden Euro und das betreute Kundenvolumen erreicht 10,6 Milliarden Euro“, erklärt Vorstandsvorsitzender Jürgen Pütz.

 

Die niedrigen Zinsen beflügeln besonders das Kreditgeschäft, das um 167 Millionen Euro
oder 5,4 Prozent auf insgesamt 3,27 Milliarden Euro ausgeweitet wurde. Dabei sind die Immobilienfinanzierungen der Wachstumstreiber.

Das gesamte betreute Kreditvolumen, das die Kunden bei der Volksbank und bei
Hypothekenbanken aus dem genossenschaftlichen Finanzverbund unterhalten, beläuft sich
auf 4,08 Milliarden Euro und liegt damit um 5,1 Prozent über dem Vorjahreswert.

Deutliche Zuwächse verzeichnet die Genossenschaftsbank im gleichen Zeitraum trotz des
anhaltend niedrigen Zinsniveaus auf der Einlagenseite, die um 144 Millionen Euro oder 3,8
Prozent auf 3,913 Milliarden Euro angestiegen ist.

Besonders stark wuchsen die Sichteinlagen und Tagesgelder mit 6,4 Prozent. Sie
belaufen sich per 31.12.2017 auf 3,176 Milliarden Euro. Auch die Spareinlagen
entwickelten sich mit einem Plus von 3,8 Prozent auf 667 Millionen Euro positiv.

Ebenfalls erhöhten sich die Volumina, die Volksbank-Kunden außerhalb der Bank-Bilanz
in Wertpapierdepots oder in Fonds der Union Investment anlegten. Insgesamt
betragen die Kurswerte der Kunden in den 10.514 Wertpapierdepots 1,04 Milliarden
Euro.

Der Sprung über die Milliarden-Grenze ist der Beleg dafür, dass die Kunden
wegen der Niedrigzinsphase eine Kapitalanlage in Aktien mehr und mehr bevorzugen.
Der Wertpapierumsatz lag in 2017 um 12,7 Prozent über dem des Vorjahres.

Eine ähnlich positive Entwicklung machten auch die Kapitalanlagen, die die Kunden
beim Verbundpartner Union Investment unterhalten. Die Kurswerte der Fondsanlagen
dort wuchsen um 103 Millionen Euro auf insgesamt 968,6 Millionen Euro an.

Zusammen mit den Bausparguthaben beim Verbundpartner Bausparkasse Schwäbisch
Hall in Höhe von 219 Millionen Euro (plus 5,1 Prozent) sowie den Rückkaufswerten in
Lebensversicherungen bei der R + V Versicherung in Höhe von 267 Millionen Euro
betreut die Volksbank Köln Bonn per 31.12.2017 ein Kundenanlage-Volumen von 6,5
Milliarden Euro. Der Vergleichswert lag 2016 bei 6,13 Milliarden Euro. Die Steigerung
beträgt 5,7 Prozent.

Auch das gesamte betreute Kundenvolumen (Summe aus Einlagen, Ausleihungen,
Vermittlungsgeschäft und Wertpapieren) der Bank ist weiter gewachsen. Es stieg um 5,4
Prozent auf 10,564 Milliarden Euro.

Die Bilanzsumme zum 31.12.2017 beläuft sich auf 5,003 Milliarden Euro gegenüber
4,794 Milliarden Euro am Jahresende 2016 und erhöhte sich damit um 4,4 Prozent.
Die Zahl der Volksbank-Kunden beträgt 210.695, die 698.808 Konten führen.

Die Zahl der Mitglieder der Volksbank Köln Bonn stieg per Saldo um 491 Personen. Im
Jahr 2017 zeichneten 4.894 Kunden eine neue Mitgliedschaft. Die Gesamtzahl der
Mitglieder beläuft sich auf 115.121 Personen.

„Unsere Kunden können Genossenschaftsanteile erwerben. Wir haben die Anteilshöhe
mit 25 Euro bewusst niedrig angesetzt, um möglichst vielen Kunden die Mitgliedschaft
zu ermöglichen“, erläutert Jürgen Pütz.

Dank des stabilen Kreditwachstums konnte der Zinsüberschuss (Differenz aus
Zinsertrag und Zinsaufwand) trotz der anhaltenden Minuszins-Politik der Europäischen
Zentralbank auf 95,7 Millionen Euro gegenüber 79,5 Millionen Euro im Vorjahr
ausgeweitet werden, wobei der deutliche Anstieg auf Sonderbelastungen im Vorjahr
(Auflösung von Zinssicherungsgeschäften) zurück zu führen ist.

Erfreulich ist auch die positive Entwicklung des Provisionsergebnisses, das um 4,5
Millionen Euro verbessert werden konnte. Es beträgt 39,9 Millionen Euro gegenüber
35,4 Millionen Euro in 2016.

Die Verwaltungsaufwendungen liegen mit 103,5 Millionen Euro im Plan, so dass das
Betriebsergebnis vor Bewertung 32,1 Millionen Euro beträgt. Es fällt gegenüber dem
Vorjahr – auch infolge der Sonderbelastungen im Zinsergebnis in 2016 – um 10,7
Millionen Euro besser aus.

Nach Dotierung der Reserven und unter Berücksichtigung des Bewertungsergebnisses
sowie des Steueraufwandes wird der Jahresüberschuss 9,6 Millionen Euro (Vorjahr: 9,5
Millionen Euro) betragen.

Fusion
Dank der guten Ertragslage im Fusionsjahr war die Volksbank in der Lage, die Einmal-
Kosten der Verschmelzung überwiegend in 2017 zu verarbeiten. Die Kosten, die für
Beratungsleistungen, für die Fusionsumsetzung durch die Rechenzentrale sowie für die
Umfirmierung und andere Aufwendungen anfielen, beliefen sich auf einen mittleren
einstelligen Millionenbetrag.

Eigenkapital gestärkt
Das Gesamtkapital der Bank beträgt 527,8 Millionen Euro. Die Gesamtkapitalquote
liegt bei rund 20 Prozent. Damit erfüllt die Volksbank Köln Bonn eG die strengeren
Vorschriften, die nach Basel III erst im Jahr 2019 gelten, bereits heute.

Bruno Hollweger betonte, dass die Bank weiterhin besonderen Wert auf die dauerhafte Solidität des Unternehmens lege. Deshalb sei die Stärkung des Eigenkapitals ein dauerhaftes Ziel. „Damit tragen wir der Tatsache Rechnung, dass nur Banken mit solider Eigenkapitalbasis die weiter steigenden Anforderungen des Finanzmarktes erfüllen können. Gleichzeitig ist eine starke Eigenkapitalausstattung Voraussetzung dafür, dauerhaft den Kreditbedarf der privaten und gewerblichen Kunden bedienen zu können“, so Hollweger weiter.

Volksbank ist an 87 Standorten in der Region präsent
„Wir sind in den Städten und Gemeinden der Region Köln/Bonn/Rhein-Sieg an 87
Standorten mit Filialen sowie mit SB-Stellen und mit zahlreichen externen
Geldausgabeautomaten präsent. Diese regionale Nähe ist unsere Stärke!“, erklärt
Jürgen Pütz.

Die gesamte Bankenbranche ist starken Verwerfungen unterworfen, deshalb werden
die Vertriebswege wie bisher auch regelmäßig überprüft. Veränderte Kundenbedürfnisse ziehen Anpassungen nach sich. Die Volksbank Köln Bonn eG treibt deshalb den Ausbau digitaler Vertriebswege voran. Dazu zählen das Kunden-Dialog- Center, Mobile-Banking, Video-Beratung und der Vertrieb von Produkten über das Internet.

Kunden nutzen verstärkt Online-Angebot
Das Angebot des Mobile-Banking stößt bei der Kundschaft auf unverändert hohes
Interesse. Der Digitalisierungstrend in der Bevölkerung lässt die Nutzungszahlen nach
oben schnellen. Per Dezember 2017 beträgt die Zahl der Nutzer 26.700. Bezogen auf
die 133.660 Girokonto-Inhaber beträgt der Anteil der Nutzer des Mobile-Banking
mittlerweile 20 Prozent. Die monatliche Zahl der Systemanmeldungen hat mit
1.035.050 die Millionengrenze übersprungen.

Weitere 66.709 Konten sind für das Home-Banking via Internet freigeschaltet. Mit 49,9
Prozent der Girokonten nutzt die Hälfte der Kontoinhaber den bequemen Service.

Beschäftigungsgarantie für die Mitarbeiter
Im Rahmen der Fusion hat die Volksbank Köln Bonn eG betriebsbedingte
Kündigungen bis 2021 ausgeschlossen. Im Personalbereich liegt das Einsparpotential
bei 105 Stellen, was sukzessive im Wege von Altersteilzeitregelungen und der
normalen Fluktuation erreicht werden soll.

Die Zahl der Beschäftigten beträgt per 31.12.2017 900 Mitarbeiter.

Regionales Engagement
Die Volksbank Köln Bonn engagiert sich für Köln, Bonn, den Rhein-Sieg-Kreis und die
Menschen in der Region. 2017 förderte das Kreditinstitut gesellschaftliche und
gemeinnützige Projekte in der Region mit insgesamt 570.000 Euro.

Neben der Förderung im eigenen Namen nutzt die Volksbank ihren Verein
„miteinander-füreinander“, um in und für die Region aktiv „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu
leisten. Daneben ist die „Solidaritätsfonds – Stiftung der Volksbank Köln Bonn eG“
Ausdruck der besonderen Förderung der Mitglieder. Die Stiftung unterstützt primär
unverschuldet in Not geratene Mitglieder der Volksbank.

Anlässlich ihres 150 jährigen Bestehens stellte die Kölner Bank im Jahr 2017 mit der
Aktion „150 Stunden für Köln" Vereinen und Institutionen Arbeitsleistung der Mitarbeiter zur Verfügung. Dies unter anderem bei:

  • Kath. Kita St. Fronleichnam
  • Tierheim Köln-Zollstock
  • Der Sack e.V.
  • KG Müllemer Junge/ Alt Müllemer e.V. von 1951
  • Bürgerverein Köln-Bocklemünd/ Mengenich e.V.
  • Gemeinnützige Vereine und Institutionen erhielten zudem 150 Fahrräder, die diese an
    Bedürftige weitergaben.


Ausblick

Auch in 2018 wird das durch die Niedrigzinslandschaft, die Regulierungsanforderungen
und die Digitalisierung geprägte Umfeld die Agenda der Volksbank Köln Bonn eG prägen.

Vor diesem Hintergrund hält die Bank an ihrer bewährten geschäftspolitischen
Ausrichtung fest. Im Vordergrund steht das Zusammenwachsen der beiden durch die
Fusion verbundenen Häuser.

Die Volksbank Köln Bonn erwartet eine weiterhin solide Entwicklung und ein Ergebnis
in etwa auf dem Niveau von 2017.